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		<title>Die Internet-Community ist tot</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 15:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor allem von Politikern und Rechteinhabern hört man oft die Begriffe &#8220;Internet-Community&#8221;, &#8220;Netz-Citizens&#8221; oder schllicht &#8220;Internet-Gemeinde&#8221;. Der CDU-Hinterbänkler und Nachsitzer Ansgar Heveling sagte kürzlich der Netzgemeinde den Kampf an. Keiner weiß wieso, aber das muss wohl auch niemanden interessieren. Jeder hat ein Recht darauf sich lächerlich zu machen. Der Punkt ist aber ein anderer. Wieso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2012%2F03%2F27%2Fdie-internet-community-ist-tot%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p>Vor allem von Politikern und Rechteinhabern hört man oft die Begriffe &#8220;Internet-Community&#8221;, &#8220;Netz-Citizens&#8221; oder schllicht &#8220;Internet-Gemeinde&#8221;. Der CDU-Hinterbänkler und Nachsitzer Ansgar Heveling sagte kürzlich der Netzgemeinde <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/ansgar-hevelings-angriff-auf-das-internet-voellig-wahnsinnige-kriegsrhetorik-1.1274792" rel="nofollow" target="_blank">den Kampf an</a>. Keiner weiß wieso, aber das muss wohl auch niemanden interessieren. Jeder hat ein Recht darauf sich lächerlich zu machen. Der Punkt ist aber ein anderer. Wieso wird immer noch zwischen Online und Offline interschieden. Warum diese Abgrenzung? Das Internet ist nicht mehr das elitäre Spielzeug der Computer-Nerds und der Wissenschaft. Es ist ein alltägliches Kommunikationsmittel geworden. Noch nicht auf dem Stand des Telefons, aber auf dem besten Wege dahin. Werbung mit Internet-Adressen, die Mailadresse auf der Visitenkarte und das connecten bei Facebook statt der dahingekritzelten Telefonnummer in der Disco sind alltäglich. Wer redet schon von der Auto-Community? Oder von der Biergemeinde? Hat schon mal jemand etwas von Disco-Citizens gehört?<br />
Diese Abgrenzung wird künstlich aufrecht gehalten. Zum einen weil sich diejenigen, die sich ihre Mails noch immer ausdrucken lassen nicht dazugehörig fühlen. Auch die Angst vor dem gar nicht so neuen Neuem spielt sicherlich eine Rolle. Aber auch um klar zu machen das man nicht dazu gehört, weil es die eigene Position gefährdet. Natürlich gehören die Zeitungsverleger und die Content-Industrie dazu. Sie betreiben Webportale, verscherbeln in Online-Stores Musik, Filme und Anstand. Und dennoch sehen sie im Netz hauptsächlich Wegelagerei, Diebstahl und Geldverlust die es zu bekämpfen gilt. Daher dürfen sie nicht dazu gehören, weil die Akzeptanz dafür, dass das Internet keine neue Welt sondern einfach nur ein Spiegel der Gesellschaft mit ihren guten und schlechten Seiten ist, noch immer nicht konsensfähig ist. Zumindest nicht in der Großteilen der Politik.<br />
Die Netzgemeinde ist tot. Sie ist aufgegangen in einer Gesellschaft die sich online und offline durch die Welt bewegt. Wie immer bei einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung ist die Angst nicht weit. Die Angst, dazu zu gehören.</p>
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		<title>Sieve mit Webmin unter Debian Squeeze</title>
		<link>http://realizeme.de/2011/04/19/sieve-mit-webmin-unter-debian-squeeze/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 15:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Debian]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Mailfilter]]></category>
		<category><![CDATA[Sieve]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Webmin-Installation, sofern sie über das install.sh Script installiert wurde, kommt schon mit einigen Filter-Möglichkeiten daher. Spamassassin ist dabei, clamAV gegen Viren ebenfalls und Procmail als Serverseitiger Filter. Gerade Procmail ist sehr mächtig. Aber was, wenn man jedem User des Servers eine Möglichkeit geben möchte, selbst Filter zu definieren? Klar, jeder bessere Mail-Client kann Filter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2011%2F04%2F19%2Fsieve-mit-webmin-unter-debian-squeeze%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p>Eine Webmin-Installation, sofern sie über das install.sh Script installiert wurde, kommt schon mit einigen Filter-Möglichkeiten daher. Spamassassin ist dabei, clamAV gegen Viren ebenfalls und Procmail als Serverseitiger Filter. Gerade Procmail ist sehr mächtig. Aber was, wenn man jedem User des Servers eine Möglichkeit geben möchte, selbst Filter zu definieren? Klar, jeder bessere Mail-Client kann Filter erstellen. Aber die funktionieren eben nur Clientseitig. Nutzt man mehrere Clients (Arbeit, Zuhause, Handy usw.)  wird es schwer, alle Filter synchron zu halten. Ausserdem möchte man ja mal vielleicht einen Abwesenheitsassistenten einrichten. Also einen Filter, der reagiert wenn man eben nicht die Möglichkeit hat den Client anzuschmeißen. Hier kommt Sieve ins Spiel. Sieve ist im Grunde nur eine Definition einer Script-Sprache, mit der Regeln zum filtern erstellt werden können. Allerdings bringt Dovecot ein Sieve-Plugin mit. Und Dovecot ist bei einer Standard Webmin Installation für die Auslieferung über IMAP/POP3 zuständig. Was spricht also dagegen Dovecot als LDA zu verwenden und damit das Sieve-Plugin zu nutzen? Nichts. Eben.</p>
<p>Die Arbeitskette sieht wie folgt aus: Postfix -&gt; Spamassassin/ClamAV -&gt; Procmail -&gt; MailDir</p>
<p>Hinter Procmail schieben wir Dovecot Deliver ein. Bitte beachten, das die Anleitung auf Dovecot 1.2.x und Webmin mit Virtualmin 3.84 basiert.</p>
<pre><em>/etc/dovecot/dovecot.conf</em></pre>
<pre>protocols = imap imaps pop3 pop3s managesieve<em>
</em></pre>
<pre>protocol lda {
 # Address to use when sending rejection mails.
 postmaster_address = postmaster@domain.de
 mail_plugin_dir = /usr/lib/dovecot/modules/lda 
 mail_plugins = sieve
}</pre>
<pre>plugin {
 sieve_global_path = /etc/globalsieverc
 sieve=~/.dovecot.sieve
 sieve_storage=~/sieve
 sieve_dir=~/sieve
}</pre>
<p>Als Protokoll wird managesieve hinzugefügt. Darüber können später Clients auf die Regeln zugreifen, um sie zu ändern. Im Protokoll lda wird das Plugin sieve aktiviert. Unter plugin wird das Plugin konfiguriert. Dazu wird das User-spezifische Sieve-File definiert, das im Home Directory des Users liegt. Auch die globale Sieve-Datei /etc/globalsieverc wird angegeben. Sie kommt zum tragen, wenn der User keine eigenen Filter definiert hat. Legen Sie dazu die Datei /etc/globalsieverc an.</p>
<pre><em>/etc/globalsieverc</em></pre>
<pre><em>require ["fileinto"];
# Move spam to spam folder
if header :contains "X-Spam-Flag" ["YES"] {
  fileinto "spam";
  stop;
}</em></pre>
<p>Um Procmail davon abzuhalten die Mails selbst in die Postfächer zu legen, und das Ganze Dovecot zu überlassen, wird die Datei /etc/procmailrc angepasst.</p>
<pre><em>/etc/procmailrc</em><!--EndFragment--></pre>
<pre>LOGFILE=/var/log/procmail.log
TRAP=/etc/webmin/virtual-server/procmail-logger.pl
:0wi
VIRTUALMIN=|/etc/webmin/virtual-server/lookup-domain.pl $LOGNAME
DELIVER="/usr/lib/dovecot/deliver"
EXITCODE=$?
:0
* ?/usr/bin/test "$EXITCODE" = "73"
/dev/null
:0
* ?/usr/bin/test "$VIRTUALMIN" != ""
{
INCLUDERC=/etc/webmin/virtual-server/procmail/$VIRTUALMIN
}
DEFAULT=$HOME/Maildir/
ORGMAIL=$HOME/Maildir/
DROPPRIVS=yes
:0 w
| $DELIVER</pre>
<p>Nach einem Neustart von Dovecot sollte ein filtern möglich sein. Sieve Plugins gibt es unter anderem für Thunderbird und den Webmailer Roundcube.</p>
<p><a href="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2011/04/rcsieve.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-149" title="rcsieve" src="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2011/04/rcsieve-300x145.png" alt="" width="300" height="145" /></a></p>
<div class="shr-publisher-141"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom -->]]></content:encoded>
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		<title>Auf halber Flamme</title>
		<link>http://realizeme.de/2010/12/21/auf-halber-flamme/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 12:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fun]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Familie kommt Weihnachten zu Besuch. Chronik einer Katastrophe]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2010%2F12%2F21%2Fauf-halber-flamme%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><a href="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/12/weihnachtsbaum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-128" title="weihnachtsbaum" src="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/12/weihnachtsbaum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Wecker riss mich aus meinem wohlverdienten Schlaf und beendete kurz darauf sein kurzes und unglückliches Maschinenleben mit einem Flug aus dem Fenster, dass ich dummerweise zuvor nicht geöffnet hatte. Ich kroch weiter unter die Decke, denn wenn ich schon unter einer meterdicken Schneedecke ersticken musste, wollte ich das wenigstens im Warmen genießen. Es war Samstag und ich verfluchte mich dafür vergessen zu haben, den metallenen Hahn-Ersatz nicht ausgestellt zu haben.</p>
<p>Moment! Ich hatte ihn doch absichtlich gestellt. Wie Schuppen, oder in diesem Fall besser gesagt, wie Schneeflocken fiel es mir vor meine entzündeten Augen: Ich erwartete Besuch zum Essen. Die bucklige Verwandtschaft hatte sich angemeldet. Ich sprang aus dem Bett und mit Panik in den Augen realisierte ich, dass Tante Mathilda mit Sicherheit wieder ihre Satansbrut mitbringen würde. Verdammt! Wieso war eigentlich eine nachträgliche Abtreibung eines Zehnjährigen verboten? Als ob Mathilda nicht schon reichte. Und Tante Ursel würde mit Sicherheit diesen kleinen inkontinenten Pinscher mitbringen, der mindestens einmal zuviel gegen den Baum gerannt ist. Als meine Gedanken zu Onkel Herbert schweiften griff ich gedanklich zu einer 38’ger und richtete mich selbst. Eine Hirnkreuzende Kugel kann einfach nicht soviel Leid verursachen wie Onkel Herberts Geschichten von Stalingrad und die momentane Konsistenz seines Stuhlgangs.</p>
<p>Für zehn Personen zu kochen bedeutet auch für zehn Personen einzukaufen – sollte man meinen. Aber auch Vetter Gustl meldete seinen Besuch an. Vetter Gustl war so beleibt… nein, beleibt ist wirklich das falsche Wort. Er ist so fett das er eine eigene Gravitation besitzt und mit seinem Bauch kann er richtige Dialoge führen, da dieser schon über eine eigene Intelligenz und Persönlichkeit besitzt. Wenn er ein Gebäude betritt wird das Bauamt informiert und ein Statiker beauftragt, der in der Regel Brücken für Schwertransporte und Panzerüberquerungen berechnet. Ich habe sogar gehört das Vetter Gustl als „extrem erdnaher Mond“ eingetragen werden soll. Zum Glück wohne ich ebenerdig mit der Möglichkeit die komplette Fensterfront in den Garten öffnen zu können. Ich kalkulierte also mit vierzehn Personen und schrieb den neuen Fernseher, den ich diesen Monat kaufen wollte, in den Wind.</p>
<p>Nach dem Einkauf und einer Flut von Tränen lenkte ich meinen VW-Kombi zurück nach Hause und brachte die Lebensmittel innerhalb einer halben Stunde von der Garage in die Küche. Ich legte mir die Rezepte bereit, band meine „Küss den Koch“-Schürze um und fing an die halbe Sau auseinander zu nehmen. Als mir noch mal kurz die angekündigte Verwandtschaft in den Sinn kam, dachte ich fast liebevoll an den Schlachter mit seinem Bolzenschussgerät. Aber es musste ja sein. Ich zog meinen Kopf wieder aus dem Backofen und machte mich daran das Gemüse zu schälen. Eineinhalb Stunden, zwei fast abgesäbelte Finger und beträchtliches Vorkosten bestimmter Ingredienzien für die Weißweinsoße später, köchelte alles vor sich hin und ich konnte mich auf das Sofa fallen lassen.</p>
<p>Die Nachmittagssonne brach sich in der potthässlichen Vase von Oma Trudi die sie mir einst schenkte und die heute ihren Weg aus dem hintersten Winkel des Dachbodens auf den Esstisch fand. Sie wird sicher nach ihr fragen wenn sie nicht auf den Tisch steht. Und wie erklärt man einer 95’jährigen das die Vase so hässlich ist, dass die Blumen sofort freiwillig verwelken nur um da nicht rein zu müssen. Nach dem kollektiven Selbstmord eines Strauß Tulpen wusste ich: Auch Pflanzen haben Gefühle“. Meine Nase, und vor allem der Feuermelder, verrieten mir dass das Essen schon langsam fertig sein müsste. Nachdem der Feuermelder fachmännisch durch einem gezielten Schlag mit einem neuner Eisen ruhig gestellt wurde, deckte ich den Tisch und bereitete die Speisen zum servieren vor. Mittlerweile war es fast 18 Uhr und das gequälte Klingeln der Türschelle kündigte das drohende Unheil an.</p>
<p>Ich öffnete die Tür. „Hallo Oma Tru..“ „Du bist jetzt 31 Jahre alt und hast noch immer keine Frau im Haus! Wie stellst Du dir das vor? In Deinem Alter hatte ich schon sechs Kinder. Und was macht mein Herr Enkel?“ „Aber..“ „Nichts aber! Es wird Zeit das Du heiratest und ein paar Kinder machst. Wie das funktioniert hat Dir Dein missratener Vater hoffentlich erzählt. Glaub mir mein Junge, du bist das einzige was dieser Taugenichts zu Stande gebracht hat und wenn ich mir dich so ansehe, hat er sogar das vermasselt. Wo ist das Essen?“. So viel zu Oma Trudi. Im Altenheim hat sie einen Verschleiß von etwa drei Pflegern pro Monat und ich frage mich, wo die noch welche her bekommen. Hinter Oma sah Mutti zu Vati und fragte ihn „Du hast es ihm doch erzählt oder?“ Vati sah mich an und ich erinnerte mich den Playboy den er mir zu Aufklärung schenkte und an das Geschrei in der Nachbarschaft, als ich anfing im Winter anatomisch korrekte Schneefrauen zu bauen. Gott, ich bin 31 und weiß durchaus wie man Kinder macht, konnte das aber bis dato durch geschickten Einsatz von lustigen Gummihütchen verhindern. Meinen Freundinnen erzähle ich immer, dass ich ein Waisenkind bin, dessen ganze Verwandtschaft bei einem Afrikaurlaub von Kannibalen gefressen wurde. Das mache ich immer so, seit Mutti meiner ersten Freundin erklärt hat welche Gute-Nacht-Geschichten ich hören will wenn man mich um halb acht ins Bett bringt. Meine erste Freundin hatte ich übrigens mit 26.</p>
<p>Eine hektische Betriebsamkeit im Seismologischen Institut schräg gegenüber informierte mich über die baldige Ankunft von Vetter Gustl. Aber wir waren erst bei Stärke 2,4 auf der nach oben offenen Richterskala und so konnte ich mir ausrechnen, das er noch mindestens eine viertel Stunde brauchte. Dafür traf mein Bruder Frank ein. Frank bezeichnete sich immer als Geschäftsmann und je nachdem welche Maßstäbe man ansetzte, konnte das sogar stimmen. Die Staatsanwaltschaft hatte zwar andere Bezeichnungen für ihn, aber das störte Frank nicht. Er stand immer mit einem Bein im Betonschuh und sollte es mal soweit sein das er die Schiffe an ihren Schrauben erkennen könnte, würde mich das nicht wundern.  Der Satz „Frank ist untergetaucht“ hätte auf einem mal eine völlig neue Bedeutung. Nach und nach trafen alle ein. Bevor ich hinter Gustl die Tür schloss winkte ich den Leuten vom Straßenbauamt zu. Sie winkten zurück. Nein, sie winkten zu Cousine Susi. Wie soll man Susi beschreiben? Sie hat ein riesiges Gehirn. Allerdings ist dieses in ihre Möpse gerutscht die immerzu versuchten aus ihrem Ausschnitt zu hüpfen. Das Vakuum in ihrem Kopf hat sie in der Zwischenzeit mit Kaugummi gestopft und somit wackelt ihr Kopf im Wind nicht mehr so schnell hin und her. Da sieht man mal wieder zu was Massenträgheit gut ist. Ob sie dumm ist? Naja, wie soll ich sagen… der Trick ihr zu erzählen man sei Arzt und wolle nur mal eben mit einem speziellen Thermometer Fieber messen, funktioniert bei ihr. Sie ist so dumm wie Frank kriminell ist. Hoffentlich finden die beiden nie zueinander und zeugen Kinder.</p>
<p>Oma Trudi hatte inzwischen angefangen alles was sie in meiner Wohnung für Gerümpel hielt in die Mülltonne zu schmeißen. Ich schob sie sanft ins Esszimmer und fischte seufzend mein 500 Euro Handy zwischen meinen CD’s aus dem Papierkorb. Vetter Gustl führte ein angeregtes Gespräch mit seinem Bauch und sie spekulierten was es heute zu essen geben würde. Mathildas verdorbene Frucht ihrer Lenden namens Sven raste in der Wohnung herum und sorgte dafür, dass ich in Zukunft zwei Vasen weniger putzen musste. Um den schönen Läufer im Flur kümmerte sich Ignaz, diese Promenadenmischung dessen Stammbaum einen tropfenden Wasserhahn und einen Autoskooter beinhaltet haben muss. Ich packte das Vieh am Genick und freute mich als ich erblickte, dass das Eisfach meines Kühlschranks noch offen war. Mit Schwung landete Ignaz neben Tiefkühlhähnchen und Instantpommes und würde bald eine Körpertemperatur haben, die ausreichte eine Flasche Sekt eine ganze Weile kühl zu halten. Ich überlegte kurz, aber Sven passte da nicht hinein. Aber bei bedarf könnte ich ja auf den Backofen zurückgreifen. Wenn man diesen kleinen Schmarotzer nur ordentlich verschnürt, könnte das klappen.</p>
<p>Als ich in das Esszimmer zurückkehrte unterhielten sich Tante Mathilda und Tante Ursel über Stützstrümpfe und Krampfadernbehandlungen. Vetter Gustl redete mit seinem Bauch der beständig antwortete, Mutti hielt Frank einen Vortrag was sein kriminelles Wesen anging und Vati versuchte sich gerade mit einem Besteckmesser die Pulsadern aufzuschlitzen, weil Onkel Herbert ihm in aller Ausführlichkeit von seinem künstlichen Darmausgang berichtete. „Was für eine Bruchbude. Und lauter Schund. Aber vermutlich bist Du zu dämlich dir eine Frau zu angeln. Wie Dein Vater. Keine Ahnung wie er Deine Mutter bekommen hat.“ Oma Trudi war in ihrem Element. Ich servierte die Vorspeise, eine leckere Pasta und eine Gemüsesuppe. Onkel Herbert war entzückt. „Prima, von so was bekomme ich immer festen Stuhl. Mein Arzt sagt das ist wichtig“. Ich versuchte nicht hinzuhören. „Was ist das für eine Brühe?“ „Gemüsesuppe, Oma“ „Sieht aus wie schon mal geschlürft“. Ich seufzte tief. „Wenn Du eine Frau hättest, hättest Du heute nicht kochen müssen, Enkel.“ „Ich habe aber keine Frau, Oma“ „Bist Du schwul? Ich habs gewusst, wenn mein Sohn einen Sohn fabriziert, und weiß der Teufel wie er herausgefunden hat wie das geht, kann nur so eine Schwuchtel dabei heraus kommen“ „Ich bin NICHT schwul, Oma. Aber ich hab einfach noch nicht die richtige gefunden.“ Papperlapapp, die Richtige.. Pah. Ihr Männer seid alle gleich. Du meinst Du hast noch keine gefunden die dich Versager gewollt hätte und große Möpse hat“ „OMA!“ „Ist doch wahr“. Gott sei Dank wurden gerade alle mit der Vorspeise fertig und ich konnte in die Küche verschwinden um den Hauptgang zu holen.</p>
<p>Mathilda und Ursel waren bei Rheuma und Gicht angekommen. Onkel Herbert berichtete wie er in Stalingrad ganz allein gegen drei Dutzend Russen gekämpft hatte, und seinen Ausführungen nach zu urteilen musste er über unendlich viel Munition verfügt haben und die Stadt in Blut ertrunken sein. Vati versuchte sich mit einer Gabel zu erstechen. Frank bat Mutti um ein Alibi für vorgestern und Sven hopste auf Gustls Bauch herum. Oma Trudi versuchte gerade einen Roy Lichtenstein von der Wand zu nehmen um ihn der städtischen Müllabfuhr zuzuführen. Ich servierte Schweinsgeschnetzeltes und Onkel Herbert lachte auf „Haha, so hat der Russe auch ausgesehen nachdem ich ihm eine Handgranate an die Birne geschmissen hatte“ Schade, das der Russe nicht die Zeit hatte zurück zu werfen, dachte ich. Sven mochte offensichtlich kein Geschnetzeltes, er dekorierte damit lieber meine Tapeten neu. Tante Ursel fragte nach ihrem Zwergpinscher, ich verdrehte die Augen und Tante Mathildas Magen hielt Onkel Herberts Stalingrad-Geschichte nicht stand. Sie reiherte unter den Tisch, Sven schleuderte den ganzen Teller quer durch den Raum, Gustl lies einen Furz fahren, der in den USA gereicht hätte halb Texas in der Gaskammer damit auszulöschen und Oma Trudi dezimierte ihren Tellerinhalt mit angewiderten Gesicht, indem sie ihn in den Mülleimer entsorgte. Vati hatte endlich mit der Gabel Erfolg und sein glückliches Lächeln begrub seinen Teller unter sich. Tante Ursel bekam einen Schreikrampf als sie einen Eiswürfel mit Hundehalsband im Eisfach entdeckte und die Fenster im ganzen Haus splitterten als ein Sonderkommando der Polizei das Haus stürmte. Sven hatte in der Zwischenzeit Streichhölzer gefunden und versuchte die Brennbarkeit meiner Gardinen zu ermitteln, als der nächste Pubs von Vetter Gustl zu einer spontanen Verpuffung führte. Zwei Beamten der SoKo räumten den ganzen Tisch ab als sie Frank wegen einer ganzen Latte von Delikten verhafteten und meine Mutter hielt ihm währenddessen eine Standpauke. Tante Ursel brach in einem Weinkrampf zusammen, während Vati aus dem Haus getragen wurde. Mutti fragte laut wer in Zukunft den Rasen mäht und Tante Mathilda verteilte eifrig ihren Mageninhalt während sie nach draußen stolperte. Onkel Herbert brachte mit weiteren Stalingrad Geschichten zwei Polizisten dazu ihre Waffen erst gegen sich zu richten und dann nach kurzem Überlegen, gegen Onkel Herbert. Nun ja, seinen künstlichen Darmausgang würde er in Zukunft nicht mehr benötigen.</p>
<p>Als das Sonderkommando mit Frank abgezogen und auch der Rest der Verwandtschaft gefahren oder abtransportiert war, stand ich vor meinem brennenden, zerstörten Haus und bemerkte gar nicht Susi, die sich im Gebüsch mit drei Polizisten vergnügte. War vermutlich dienstlich. Hatte ich eigentlich erwähnt dass ich das Rezept für das Geschnetzelte in einer Ausgabe von „Meine Familie und ich“ gefunden hatte? Das zarte Heulen der Feuerwehrsirene holte mich wieder auf den Steinboden der Tatsachen zurück und erinnerte mich daran, das ich ein Jahr Zeit hatte. Ein Jahr um mich für das nächste Essen im Kreise der Familie zu rüsten.</p>
<p><em>Diese Geschichte erschien ursprünglich im November 2004 im Online Satire Magazin ZYN!</em></p>
<p><img src="http://blog.alex-ebner.de/uploads/tx_elublog/rte/RTEmagicC_cc.png.png" alt="" /></p>
<p><em>Auf halber Flamme von Alexander &#8220;Alexx&#8221; Ebner steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.</em></p>
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		<title>Advent, Advent, das Christkind brennt</title>
		<link>http://realizeme.de/2010/12/01/advent-advent-das-christkind-brennt/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 14:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeden Tag eine Leckerei und Herausforderung hinter dem Türchen. Advents-Satire aus meiner ZYN!-Zeit]]></description>
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<p><a href="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/12/xmas2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-122" title="xmas2" src="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/12/xmas2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jeden Tag eine Leckerei und Herausforderung hinter dem Türchen. Advents-Satire</p>
<p>Erster Dezember 2010</p>
<p>Hurra, ich darf das erste Fenster meines Adventskalenders öffnen. Ein Schokoengelchen. Ich liebe den Advent.</p>
<p>Zweiter Dezember 2010</p>
<p>Eine Glocke. Ich lasse die Schokolade auf meiner Zunge zergehen und bekomme einen zärtlichen Kuss meiner Liebsten. Die Adventszeit ist immer so romantisch.</p>
<p>Dritter Dezember 2010</p>
<p>Kollege Meier erzählt mir von seinem tollen Adventskalender mit Pralinen und kleinen Geschenkchen. Ich freue mich für ihn. Ich hatte ein Schokoauto.</p>
<p>Vierter Dezember 2010</p>
<p>Ein Schokokopf. Nichts nennenswertes passiert.</p>
<p>Fünfter Dezember 2010</p>
<p>Kollege Niederkopf erzählt in der Kantine schmutzige Adventswitze. Habe aus Höflichkeit mitgelacht. Frl. Blasewetter sah pikiert zu Boden. Schokotannenzweig.</p>
<p>Sechster Dezember 2010</p>
<p>Nikolaustag. Meier kommt mit einem Nikolauskostüm und verteilt Schokolade und Kondome. Lustiger Scherz. Ich mache mich über die Schoki her und schiebe die Kondome unserer jungen, allerdings auch sehr hübschen Azubine zu. Schutz ist heute so was von wichtig. Vor allem für die Jugend. Demnächst muss ich mich wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz äußern.</p>
<p>Siebter Dezember 2010</p>
<p>Meine Liebste scheint sich über den Wischmop den ich ihr zum Nikolaus schenkte irgendwie nicht zu freuen. Ist äußerst muffig heute. Schokoschlitten im Kalender. Kolleginnen gehen mir aus den Weg. Menschenskind, ich wollte doch wirklich nur das Beste für die Kleine. Frl. Blasewetter murmelte was von &#8220;Ja, ja&#8221; und &#8220;.. sein bestes Stück&#8221;.</p>
<p>Achter Dezember 2010</p>
<p>Zweiter Advent. Meine Liebste war wieder versöhnlich. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als ich mein Sturmfeuerzeug zum Entzünden der zwei Kerzen auf dem Advendskranz zückte.  Bei den anderen brannten nur zwei mickrige Kerzen, bei uns der ganze Kranz. Warum war das Holz auch nur so trocken?</p>
<p>Neunter Dezember 2010</p>
<p>Anschiss wegen Nikolaustag. Die Frauenbeauftragte unserer Firma grinste hämisch. Eintragung in der Personalakte. Als ich wieder an meinen Schreibtisch zurück kam fand ich zwei Kondome auf meinem Platz liegen. Schnell steckte ich sie ein. Schokoflugzeug.</p>
<p>Zehnter Dezember 2010</p>
<p>Hatte einen Schokohasen im Kalender und einen eiskalten Hasen mir gegenüber am Frühstückstisch sitzen. Sie hatte die Gummis in meiner Tasche gefunden. Meine Beteuerungen das ich ihr ewig treu bin prallten an ihr ab wie ein Zwerg an Santas Bauch. Frostiger Empfang im Büro und auch am Abend Zuhause. Habe Angst vor Frostbeulen.</p>
<p>Elfter Dezember 2010</p>
<p>Azubine kam im Minirock. Das macht sie extra. Ignoriere sie geflissentlich.  Meier pfeift ihr nach. Blöd das er das auf der Türschwelle in sein Büro machte und ich allein auf dem Gang stand als sie sich umdrehte. Termin beim Boss für morgen in Outlook eingetragen. Mausi ist immer noch sauer</p>
<p>Zwölfter Dezember 2010</p>
<p>Meier schwärmt wieder davon was er heute in seinem Kalender fand. Er geht mir auf den Nerv. Der Boss glaubt mir meine Schilderung des Vorfalls am Vortag nicht. Zweite Eintragung und eine dringende Empfehlung einen Bogen um Auszubildende und Minderjährige zu machen.</p>
<p>Dreizehnter Dezember 2010</p>
<p>Schatzi spricht wieder mit mir. Ich wünschte nur es wäre was freundlicheres als &#8220;Bring den Müll raus&#8221;. Hatte das Büro für mich allein. Zumindest gingen alle als ich es betrat. Als ich mich in der Kantine zu meinen Kollegen setzte standen diese auf. Mir fiel auch auf das sie mich heute nicht fragten ob ich zum essen gehe. Komisch.</p>
<p>Vierzehnter Dezember 2010</p>
<p>Die Nachbarkinder machten eine Schneeballschlacht. In einem Anfall eines jugendlichen Gefühls machte ich mit. Blöd das sich ein Stein in meinem Schneeball versteckte. Ich überschlug im Geiste wie viel eine Katze kosten könnte. Was muss das Vieh auch in die Wurfbahn springen.</p>
<p>Fünfzehnter Dezember 2010</p>
<p>Dritter Advent. Behutsam entferne ich den &#8220;Katzenmörder&#8221;-Zettel von meiner Haustür. Mein Mäuschen war am Kofferpacken. Sie hatte mit einer Freundin telefoniert die lustigerweise mit einem meiner Kollegen verheiratet war. Meine Erklärungsversuche scheiterten.</p>
<p>Sechzehnter Dezember 2010</p>
<p>Hatte einen Schokotannenbaum im Kalender. Ich fand Schokolade nicht mehr so spannend. Mausi fehlt mir.</p>
<p>Siebzehnter Dezember 2010</p>
<p>Hab mit Mausi telefoniert. Konnte sie nach stundenlangen Betteln und Überreden dazu bringen wieder zurück zu kommen. Wir lagen uns weinend in den Armen. Als wir später ins Bett gingen kreuzte ein neues Problem auf. Stress erzeugt tatsächlich Impotenz. Ich war immer stolz darauf dass er stand wie ein Weihnachtsbaum. In dieser Nacht wars eher eine Trauerweide.</p>
<p>Achtzehnter Dezember 2010</p>
<p>In der Arbeit reißt Meier Pädophilenwitze. Werde dabei von Kollegen lachend angesehen. Gedanken an einen Axtmord durchschleichen meine Hirnwindungen.</p>
<p>Neunzehnter Dezember 2010</p>
<p>Schokoschlitten. Bin frustriert. Sex hat letzte Nacht wieder nicht geklappt. Mausi seufzt jedes Mal bei meinem Anblick.</p>
<p>Zanzigster Dezember 2010</p>
<p>Kleiner Umdrunk. Meier gibt einen aus. Meier will auf kamaradschaftlich machen und haut mir auf die Schulter so das ich mein Glas verschütte. Laufe panisch aufs Klo. Solche Flecken bekommt man später nicht mehr raus. Verdammt. Falsche Tür. Stehe nur in Unterhosen vor der Azubine. Sie hat nen Mini an. Das Gute daran: die Impotenz ist augenscheinlich vorbei.</p>
<p>Einundzwanzigster Dezember 2010</p>
<p>Ich lese zum dritten Mal die Kündigung während Mausi weinend ihre Sachen packt. Ihre Mutter im Auto hupt schon. Hatte eine Schokoweihnachtskugel.</p>
<p>Zweiundzwanzigster Dezember 2010</p>
<p>Ein Nachbar wünscht mir frohe Feiertage. Ich haue ihm ein blaues Auge. Habe kurz darauf selber eines. Der Freund der Azubine freute sich nicht so sehr über den Behandlungserfolg seiner Freundin bei meinem kleinen Schwellkörperproblem.</p>
<p>Dreiundzwanzigster Dezember 2010</p>
<p>Die Polizei steht vor der Tür. Ich denke sie sind wegen des kleinen Vorfalls im Supermarkt mit einem verkleideten Weihnachtsmann hier. Egal was mit mir passiert, ER würde keinen ‚Nachwuchs mehr zeugen. Sie drohen die Tür einzutreten. Als Antwort schicke ich ihnen meinen lichterloh brennenden Weihnachtsbaum, den ich aus dem Badezimmerfenster im ersten Stock fallen lasse. Ich hätte den Baum doch nicht schon im Wohnzimmer anzünden sollen. Nun hat auch die Feuerwehr ein dringendes Bedürfnis meine Wohnung von innen zu besichtigen. Ich sitze auf dem Dach und singe Weihnachtslieder, die nicht unbedingt für Kinderohren gedacht sind.</p>
<p>Vierundzwanzigster Dezember 2010</p>
<p>Ich feiere Weihnachten mit Bob. Wir teilen uns unsere Zelle. Bob ist sehr nett. Er mag mich. Er sagt er habe ein Geschenk für mich. Ich freue mich schon wenn ich es auspacken darf. Bob sagt, es ist etwas für jeden Tag. Aber warum kommt der Weihnachtsmann mit dicken Sack und strammer Rute?</p>
<p><em>Diese Geschichte erschien Ursprünglich am 06.12.2002 im Online Satire Magazin ZYN! Jahreszahlen wurden aus Aktualitätsgründen angepasst</em></p>
<p><img src="http://blog.alex-ebner.de/uploads/tx_elublog/rte/RTEmagicC_cc.png.png" alt="" /></p>
<p>Advent, Advent das Christkind brennt von Alexander &#8220;Alexx&#8221; Ebner steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.</p>
<p>Bildquelle: Stock.xchng</p>
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		<title>Nur ohne Skimütze ins Internet</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 09:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Der CDU-Politiker Axel E. Fischer stellt seine Ahnungslosigkeit zur Schau und fordert allen Ernstes ein Vermummungsverbot im Internet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2010%2F11%2F15%2Fnur-ohne-skimutze-ins-internet%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><a href="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/11/mask.jpg"><img src="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/11/mask-150x150.jpg" alt="" title="mask" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-114" /></a>Der CDU-Politiker Axel E. Fischer (nicht zu verwechseln mit Alfred E. Neumann) fordert allen Ernstes ein <a href="http://www.heise.de/meldung/CDU-Politiker-fuer-Vermummungsverbot-im-Internet-1136033.html">Vermummungsverbot im Internet</a>. Also das verwenden von Pseudonymen soll verboten werden. Gut, das Politiker ihre absolute Unkenntnis das Internet und technische Zusammenhänge betreffend zur Schau stellen ist keine Seltenheit. Aber CDU-Mdb Fischer ist auch noch der Vorsitzende der &#8220;Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestags&#8221;. Und dann ist dieser Mann so uninformiert? Das bestärkt meine Vermutung, das die einzige Voraussetzung um Politiker zu werden die ist, selbstständig atmen zu können. Zumal er mit dieser Forderung geltendes Recht ignoriert. Zum Beispiel § 13 Abs. 6 TMG (&#8220;Der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist. Der Nutzer ist über diese Möglichkeit zu informieren.&#8221;) und vermutlich auch gegen das Recht auf informelle Selbstbestimmung. Aber gut, das geltendes Recht für die CDU kein Hindernis ist, ist auch nichts Neues.</p>
<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/meme-axel-e-fischer-fordert/">Meme bei Netzpolitik</a></p>
<p>Bildquelle: http://www.sxc.hu/ (tutu55)</p>
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		<title>LA und Las Vegas</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 08:24:42 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Las Vegas]]></category>
		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>

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		<description><![CDATA[Impressionen aus Los Angeles und Las Vegas - Stadt der Engel und Sin City!]]></description>
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<p><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a><br />
<span>LA and Las Vegas</span> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported Lizenz</a></p>
<p>Edit: Lizenz auf die Deutsche CC Version verlinkt</p>
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		<title>Von Milchmädchen und Musik</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 12:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum es der Musikindustrie dreckig geht, und warum das niemanden wundern muss.]]></description>
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<p>RA Stadler hat sehr gut <a href="http://www.internet-law.de/2010/10/die-musikindustrie-und-das-milchmadchen.html" target="_blank">zusammengefasst</a>, was mir schon einige Zeit durch den Kopf ging. Kurz gesagt bringt er folgende Argumente vor: Es besteht nur im sehr geringen Maße  - wenn überhaupt &#8211; ein kausaler Zusammenhang zwischen Musikpiraterie und den Umsatzrückgang der Musikbranche. Ausschlaggebender sind eher Mutlosigkeit der Musikindustrie, Innovationsmangel, Ignoranz gegenüber den Kunden und deren verändertes Konsumverhalten. Aber lest Euch <a href="http://www.internet-law.de/2010/10/die-musikindustrie-und-das-milchmadchen.html" target="_blank">den Artikel</a> selbst durch, er ist sehr interessant.</p>
<div class="shr-publisher-76"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom -->]]></content:encoded>
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		<title>SSH Logins melden</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 17:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
				<category><![CDATA[AppStore Tip]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Prowl]]></category>
		<category><![CDATA[SSH]]></category>

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		<description><![CDATA[So kann Linux dazu gebracht werden, jeden SSH-Login an das Handy zu melden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2010%2F09%2F28%2Fssh-logins-melden%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p>Nichts ist ärgerlicher, als wenn aus irgendeinem Grund der Login via SSH auf einem Server kompromittiert wurde. Meldet sich ein Fremder an, kann er einiges auf dem System anstellen. Natürlich sollte es root verboten werden, sich via SSH anzumelden. Dennoch will man auch keinen Fremden im normalen Userspace. Sollte es doch einmal passieren, will man es wenigstens so schnell wie möglich wissen. Wie wäre es also mit einer Alarm-Meldung auf das Handy? Mit dem iPhone, einer App und einem Perl-Script ist das möglich.</p>
<p>Als erstes holt man sich die App &#8220;Prowl&#8221; aus dem AppStore. Diese kostet zwar stolze 2,39€, aber das sollte einem die Sicherheit des Servers schon wert sein. Als nächstes braucht man einen Account bei <a href="http://prowl.weks.net">http://prowl.weks.net</a>. Ist dieser angelegt, kann man im Menu unter <a href="https://prowl.weks.net/settings.php" target="_blank">Settings</a> einen API-Key generieren. Diesen kopiert man sich, denn der wird gleich gebraucht. Um Nachrichten an Prowl zu schicken benötigen wir noch ein kleines Perl-Script. Dieses findet man <a href="http://prowl.weks.net/static/prowl.pl" target="_blank">hier</a>. Dieses speichert man unter /usr/local/share ab. Ändere mit chmod +x prowl.pl die Berechtigung.  Jetzt muss nur noch die Datei .bashrc im Home-Verzeichnis angepasst werden. Fügt einfach die folgende Zeile hinzu:</p>
<pre>/usr/local/share/prowl.pl -apikey=APIKEY -application=Shell -event=Login
-notification="SSH Login auf SERVERNAME" -priority=2</pre>
<p>Natürlich muss APIKEY durch den 40stelligen API-Key ersetzt werden, den wir auf der Webseite generiert haben. Auch SERVERNAME sollt entsprechend angepasst werden. Speichert die Datei ab und meldet Euch von System ab. Bei jedem Login wird nun eine Nachricht gesendet, die als Push-Notification auf dem iPhone aufploppt.</p>
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		<title>Überraschend Wiesn</title>
		<link>http://realizeme.de/2010/09/23/uberraschend-wiesn/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 17:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesn]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Oktoberfest ist ja jedes Jahr. Offensichtlich aber nicht für die Münchner Verkehrsbetriebe. Die wurden von der plötzlich auftretenden Wiesn völlig überrascht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2010%2F09%2F23%2Fuberraschend-wiesn%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p>Das Oktoberfest ist ja jedes Jahr. Offensichtlich aber nicht für die Münchner Verkehrsbetriebe. Die wurden von der plötzlich auftretenden Wiesn völlig überrascht. Anders ist es nicht zu erklären, warum ich eben eine Stunde auf die S-Bahn warten musste. #FAIL</p>
<p><a href="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/09/l_2048_1536_49987C25-8CAF-430D-BF84-31A656A99796.jpeg"><img class="alignnone size-full" src="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/09/l_2048_1536_49987C25-8CAF-430D-BF84-31A656A99796.jpeg" alt="" /></a></p>
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		<title>Wer röchelt ist noch nicht tot</title>
		<link>http://realizeme.de/2010/09/23/wer-rochelt-ist-noch-nicht-tot/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 14:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttpytec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[VDS]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich in der politischen Landschaft los? ACTA, Stop-Schilder, Leistungsschutzrecht und Google als Bösewicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop --><div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Frealizeme.de%2F2010%2F09%2F23%2Fwer-rochelt-ist-noch-nicht-tot%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<div id="attachment_52" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/09/capitalism.jpg"><img class="size-medium wp-image-52" title="capitalism" src="http://realizeme.de/wp-content/uploads/2010/09/capitalism-300x224.jpg" alt="Quelle: http://www.sxc.hu (tijmen)" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.sxc.hu (tijmen)</p></div>
<p>Was ist eigentlich in der politischen Landschaft los? Das FTP-Mann Rösler quasi einen Kotau vor der Pharmalobby hinlegt, war abzusehen. Aber es gibt ja noch andere Baustellen. Zum Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement">ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement)</a>. Das Antipiraterie-Abkommen wird hinter verschlossenen Türen verhandelt. Demokratische Diskussion unerwünscht. Und während die Verwertungsindustrie mit am Tisch sitzt, sucht man deren Kritiker vergebens. Die Access-Provider sollen als Hilfssheriffs verpflichtet werden, die den Datenverkehr ihrer Kunden überwachen sollen. Datenschutzrechtlich ein Super-GAU. Auch Netzsperren kommen wieder ins Spiel. Aber dazu braucht es ACTA nicht, die EU-Kommision diskutiert bereits darüber. Natürlich nur um Kinderpornographie zu verhindern. Das angebliche Milliardengeschäft soll dadurch ausgerottet werden, in dem ein Stop-Schild davor gehängt wird. Ob Begehrlichkeiten aufkommen, auch andere Inhalte damit zu sperren, braucht man sich nicht fragen &#8211; nur wann diese kommen. Als hätte es die ganze Diskussion im letzten und diesen Jahr nicht gegeben. Und auch die Verlage haben ein Begehr. Das Leistungsschutzrecht solle doch bitte eingeführt werden, weil sonst der Qualitätjournalismus ausstirbt. Sagt unter anderem der Springer-Verlag. Jener Verlag der die BILD auf die Menschheit los lässt. Denn Google verdiene zu viel an der Leistung der Verlage. Das die Verlage eine Großteil ihrer Leser durch Google auf ihre Seite bekommen, zählt nicht. Google soll zahlen, immerhin verdient de Suchmaschinenriese mit der Werbung neben den Suchergebnissen. Google News wird in diesem Zusammenhang oft genannt, und nicht nur ich reibe mir verwundert die Augen. Ist Google News seit jeher Werbefrei. Und als könnten die Verlage nicht mit einer simplen Textdatei Google aussperren. Den Verlagen gehen Gewinne flöten, weil sie es nicht geschafft haben im Netz ein funktionierendes Geschäftsmodell zu etablieren. Da soll also ein Wirtschaftszweig per Gesetz künstlich am Leben gehalten werden, der es selbst nicht schafft konkurrenzfähig zu bleiben. Wir kennen das ja auch von der Film- und Musikbranche. Als gebe es die Marktwirtschaft nicht, die da eben bedeutet, das &#8211; zu Recht &#8211; untergeht, wer sich nicht weiterentwickelt. Wer röchelt ist noch nicht tot. Und an allem ist Google Schuld. Google eignet sich sowieso als Feindbild für alle Eventualitäten. Nicht wenige Politiker stoßen sich an Google StreetView. Plötzlich ist der Aufschrei groß. Datenschutz! Man könnte es Einbrechern zu einfach machen und überhaupt geht niemanden was an, wie das Haus aussieht in dem ich lebe. Die Deutschen schauen sich gerne andere Länder auf StreetView an, aber bitte nicht das eigene Land. Und eben jene Politiker, die jetzt aufschreien und um die Informelle Selbstbestimmung ihrer Bürger fürchten, haben kein Problem mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ELENA-Verfahren">ELENA</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Swift-Abkommen">Swift-Abkommen</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung">Vorratsdatenspeicherung</a> und dem Fakt, dass der Staat noch weit <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,715940,00.html#ref=rss">mehr Daten sammelt als Google</a> &#8211; um diese an die Wirtschaft zu verkaufen.</p>
<p>Was ist los mit der politischen Landschaft? Ich weiß es nicht, aber mit verantwortungsvollem, überlegtem Handeln hat das nichts mehr zu tun.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Unionsvize-fuer-Leistungsschutzrecht-und-bessere-Urheberrechtsdurchsetzung-1074840.html">Heise: Unionsvize für Leistungsschutzrecht und bessere Urheberrechtsdurchsetzung</a></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,717577,00.html#ref=rss">Spiegel: Bosbach drängt auf Vorratsdatenspeicherung</a></p>
<div class="shr-publisher-50"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom -->]]></content:encoded>
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